Wolfgang Siebenhandl

Pöllau, Steiermark



Noah
Musik/Text: Wolfgang Siebenhandl

Die Menschen waren schlecht, und keiner war gerecht.
Den Herrn reut es, dass er sie gemacht.

Der Herr sprach zu Noah: „Bau dir eine Arche! Dreihundert Ellen lang,
fünfzig Ellen breit und dreißig Ellen hoch soll sie sein.
Ich will nämlich die Flut über die Erde bringen,
damit alles, was Fleisch ist, verdorben wird.

Du aber, geh in die Arche mit deiner Frau und deinen Kindern.
Von allem, was lebt, führ zwei hinein,
je ein Männchen und ein Weibchen sollen es sein.“

Das Treiben der Menschen ging aber weiter.
Sie lachten über Noah – ja sie lachten ihn aus!
Da ging also Noah mit all den Seinen hinein in das Schiff
und nahm Vorräte mit. Es verschloß der Herr das Tor der Arche.
Der Pöbel feierte ein Fest, die Wolken türmten sich auf.
Man lag, trank und aß, da begann es zu regnen.
„Jubel, Trubel, Heiterkeit – freut euch des Lebens!“

- und vierzig Tage sollte es regnen –
Nach siebenundvierzig Tagen ließ Noah eine Taube fliegen.
Sie kam zu ihm mit einem frischen Zweig zurück.
Da brachte Noah ein Opfer dar und dankte für sein Leben.
Der Herr sah und sprach:
„Einen neuen Bund stifte ich euch und will ihn für immer halten.“



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